Bayerisches Familiengeld

Für ein- und zweijährige Kinder (Hinweis: Das bedeutet vom 13. bis zum 36. Lebensmonat) erhalten Eltern künftig 250 Euro pro Monat, ab dem dritten Kind 300 Euro pro Monat. Das neue Familiengeld ist eine Leistung für alle Familien, unabhängig vom Einkommen, der Erwerbstätigkeit oder der Betreuungsform. ... Das Familiengeld kann ab 1. September 2018 beansprucht werden; ein Antrag ist möglich für alle Kinder, die ab dem 1. Oktober 2015 geboren wurden.

 

Leistungen

Wer profitiert davon in welcher Höhe?

  • Vom bayerischen Familiengeld werden künftig alle Eltern von ein- und zweijährigen Kindern (vom 13. Lebensmonat bis zur Vollendung des 36. Lebensmonats), die ab dem 1. Oktober 2015 geboren sind, profitieren.
  • Für ab 1. September 2017 geborene Kinder können Eltern das Familiengeld für den vollen Zeitraum von 24 Monaten erhalten. Für zwischen 1. Oktober 2015 und 31. August 2017 geborene Kinder können Eltern zwischen einem bis max. 23 Monate (immer bis zum dritten Lebensjahr) Familiengeld beziehen.
  • Die Eltern werden mit 250 Euro pro Monat und Kind unterstützt. Ab dem dritten Kind gibt es 300 Euro monatlich. Das bedeutet bei Inanspruchnahme des vollen Bezugszeitraums von zwei Jahren insgesamt 6.000 bzw. 7.200 Euro.
  • Auch bei Mehrlingen wird Familiengeld für jedes Kind gezahlt. Bei Mehrlingen wird die finanziell vorteilhafteste Förderung zu Grunde gelegt (Bsp: Bei Drillingen ist jedes Kind ein drittes, so erhalten alle drei Kinder jeweils 300 Euro Familiengeld).
  • Das Familiengeld wird unabhängig vom Einkommen gezahlt.
  • Das Familiengeld soll auf existenzsichernde Sozialleistungen nicht angerechnet werden." Das heißt: keine Anrechnung auf Hartz IV.

 

Anspruch auf Familiengeld hat, wer

  • seine Hauptwohnung oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Freistaat Bayern hat,
  • mit seinem Kind in einem Haushalt lebt und
  • dieses Kind selbst erzieht.

„Selbst erziehen“ bedeutet nicht, dass das Kind durchgehend selbst betreut wird. Wenn der Berechtigte und das Kind zusammen leben, wird die Erziehung durch den Berechtigten selbst vermutet. Familiengeld kann auch bezogen werden, wenn das Kind eine Kindertageseinrichtung besucht.

 

Muss ich das bayerische Familiengeld beantragen?

Wer in Bayern Elterngeld beantragt und bewilligt erhalten hat, muss keinen Antrag stellen. Der Elterngeldantrag gilt zugleich auch als Antrag auf Familiengeld. Für 98 Prozent der Eltern ist damit kein weiteres Tätigwerden erforderlich.

Für alle anderen wird es noch einen Antrag auf der Website des Zentrum Bayern Familie und Soziales geben.

Beachten Sie bitte, dass ein Antrag frühestens drei Monate vor beabsichtigtem Leistungsbeginn gestellt werden kann.

 

Ab wann soll es ausbezahlt werden?

Das bayerische Familiengeld startet zum 1. September 2018. Familiengeld wird damit frühestens für im September 2018 beginnende Lebensmonate gezahlt.
Beispiel:      Geburt des Kindes am 16.08.2016.
                    Familiengeld steht ab dem 16.09.2018 bis zum 36. Lebensmonat
                    (das heißt bis zum 15.08.2019) zu.

Familiengeld ist unabhängig von einem Elterngeldbezug. Parallel zum Familiengeld können also Basiselterngeld, Elterngeld-Plus und auch Partnerschaftsbonus bezogen werden.

 

Wie verhält sich das Familiengeld zum Betreuungsgeld und / oder Landeserziehungsgeld?

Für Eltern von Kindern, die zwischen 1. Oktober 2015 und 31. August 2017 geboren sind und schon Landeserziehungsgeld und / oder Betreuungsgeld erhalten, wird durch die sog. „Meistbegünstigtenregelung“ sichergestellt, dass der monatliche Auszahlungsbetrag erhalten bleibt oder sich durch den Bezug von Familiengeld steigert.

Gleiches gilt für diejenigen, die zumindest die Anträge auf Landeserziehungsgeld und Betreuungsgeld bis spätestens 31. August 2018 beim ZBFS gestellt haben.

 

Fragen betreffend Kinder, die zwischen 1. Oktober 2015 und 31. August 2017 geboren sind:

Für das Kind wurden bereits Betreuungsgeld und / oder Landeserziehungsgeld bezogen, aktuell aber nicht mehr. Kann Familiengeld bezogen werden?

Für Lebensmonate des Kindes, die ab dem 1. September 2018 beginnen, können Sie Familiengeld beziehen, längstens bis zur Vollendung des 36. Lebensmonats. Das Familiengeld wird nicht mit dem bereits ausgezahlten Betreuungsgeld und / oder Landeserziehungsgeld verrechnet.

Für das Kind wurde über den 1. September 2018 hinaus Betreuungsgeld bewilligt (kein Landeserziehungsgeld). Kann trotzdem Familiengeld bezogen werden?

Für Lebensmonate des Kindes, die ab dem 1. September 2018 beginnen, wird künftig das höhere Familiengeld statt des Betreuungsgelds gezahlt. Längstens wird Familiengeld (wie das Betreuungsgeld) bis zur Vollendung des 36. Lebensmonats gezahlt.

Für das Kind wird über den 1. September 2018 hinaus Landeserziehungsgeld allein oder in Verbindung mit dem Betreuungsgeld beansprucht. Kann trotzdem Familiengeld bezogen werden?

Das ZBFS prüft für den Lebensmonat des Kindes, der ab dem 1. September 2018 beginnt, ob das Familiengeld oder das Landeserziehungsgeld ggf. zusammen mit dem Betreuungsgeld für den Berechtigten günstiger ist. Es wird weiterhin Landeserziehungsgeld ggf. zusammen mit Betreuungsgeld gezahlt, wenn der monatliche Zahlbetrag den Betrag des Familiengeldes übersteigt. Ab dem Monat, in dem der Zahlbetrag des Familiengeldes höher ist, wird nur noch Familiengeld gewährt, längstens bis zum 36. Lebensmonat.

 

Wo erhalte ich genauere Informationen?

Das ZBFS hat ein Servicetelefon eingerichtet, um Fragen rund um das Familiengeld zu beantworten.

Sie erreichen das Servicetelefon unter 0931 / 32 09 09 29 von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr und freitags von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr.

Quelle: www.Zbfs.bayern.de/familie/familiengeld